Männergesangverein Stickgras

Männergesangverein Stickgras

von 1908 e.V.
  Musikalische Leitung: Michael Brockmann
Vorsitz: Jörg Lobenstein

Proben dienstags 19.45 - 21.45 Uhr
 - Hotel Thomsen - Bremer Straße 186 - 27751 Delmenhorst -
- auch in den Schulferien -

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Grundlagen des Chorsingens

Noten

Chorsänger halten bei den Proben und den Aufführungen Noten in der Hand.
Einige Chorsänger behaupten stolz: "Ich habe keine Notenkenntnisse"
Das ist, glaube ich, ein Missverständnis.
Niemand verlangt von Chorsängern, dass sie ihnen unbekannte Musikstücke vom Blatt singen können.
Auf der anderen Seite:
Noten - das ist keine komplizierte Geheimschrift. Jeder kann Noten verstehen und beim Singen benutzen.
Nur wenige Sänger können komplett nach Gehör Chorstücke lernen und singen.
Noten sind daher ein unentbehrliches Hilfsmittel für Sänger.

Muss der Sänger jetzt in einen wochenlangen Workshop gehen? Nein! 

Notenlehre

Sänger, öffne die drei Seiten aus einem alten Keyboard-Lernbuch, lese sie durch und trage sie in deinem Notenheft bei dir zum Nachschlagen.

Das ist alles!



Proben und Aufführungen

  • Es ist wichtig, IN DIE NOTEN UND ZUM DIRIGENTEN zu sehen.
    Chorsingen lebt vom Gleichklang, wenn man zu viel in die Noten sieht und zu wenig auf den Dirigenten achtet, landet man bei seinem eigenen Tempo.
    Man muss aber in die Noten sehen, wenn man nicht sicher genug ist. Das gilt vor allem bei neuen Liedern oder solchen, die man lange nicht gesungen hat.'
    Hilfreich ist es, wenn man die Texte schon mal auswendig kann, das entlastet erheblich beim Lernen der Melodien.
    In der Aufführung hat das Blicken auf den Dirigenten Vorrang.

  • Die Wirkung des Chorgesangs hängt nicht nur vom Beherrschen der Melodie ab. Wichtig ist die AUSSTRAHLUNG des Sängers.
    Anders ausgedrückt: Chorsingen ist zum großen Teil Schauspiel. Wenn im Lied Freude, Triumph oder Trauer, Besinnlichkeit, Innigkeit ausgedrückt wird, muss man den Sängern das ansehen! Strahlende Augen, Lächeln erhöht die Wirkung des Sängers ungemein. Man sollte dem Sänger nicht ansehen, dass er sich anstrengt oder Angst vor falschen Tönen hat.

    Ein Chorleiter hat mal gesagt: macht ein großes Gesicht. Das heißt: Augen weit auf, Mund offen, Mundwinkel nach oben.
    Mir geht es so, dass ich dann merke: mein Rachenraum wird größer und der Druck auf die Halsmuskulatur geringer, ich kann höher, tiefer und ausdauernder singen.

  • Während des Konzerts ist der Sänger SELBSTSICHER und lässt sich nicht ablenken. Wenn der Sänger merkt, er singt falsch oder andere singen falsch: keine sichtbaren schreckhaften Reaktionen! Das Publikum soll ja nicht merken, dass etwas daneben gegangen ist.
    Der Sänger bleibt unbeeindruckt wie die Leibgarde der Königin.

  • Noch eine Anmerkung zu HALTUNG beim Singen: am besten singt man im Stehen, ersatzweise aufrecht auf dem Stuhl. ohne sich anzulehnen, so lange wie man das aushält. Es ist trainierbar.
  • ATMUNG: Einatmen mit Bauchatmung, dann den Rest mit Brustatmung. Die Lungen nicht mit Kraft zu 100% auffüllen, weil man dann leicht stoßweise ausatmet und man dann mit der Luft nicht auskommt. Beim Singen langsam ausatmen. So erhöht der Sänger die Zeit, in der er nicht gleich wieder einatmen muss.

  • KONSONANTEN: wenn man sich alte Tonaufnahmen anhört, stellt man fest, dass Sänger Konsonanten übertrieben deutlich aussprechen. Hört mal rein, wie die Comedian Hamronists oder Max Raabe singen!
    Viele Aufführungsorte haben einen starken Widerhall, der die Konsonanten ohnehin verwischen lässt. Daher kann man sie als  Chorsänger gar nicht übertrieben genug singen. Rrrrollende Rs, knackitge Ks. Zischende Fs.